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Fluorid für widerstandsfähige Zähne

Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen den Angriff von schädlichen Kariesbakterien, die aggressive Säuren aus Zucker und Stärkeprodukten freisetzen können. Sie härten die Zähne, indem sie sich in die Zahnstruktur einlagern und fördern die Remineralisation von kleineren Kariesschäden im Zahnschmelz.
Unsere Nahrungsmittel enthalten nur wenig Fluorid. Zahnärzte empfehlen, Fluorid in geringen Mengen regelmäßig zu ergänzen. Zur Verfügung stehen Fluoridsalz und Fluoridtabletten. Für die äußerliche Anwendung an den Zähnen gibt es fluoridierte Zahnpasten und Fluoridlack.

Wichtig ist die richtige Dosierung

In welcher Form Sie sich und Ihre Kinder am besten vor Karies schützen, sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt abstimmen. Der Bedarf an Fluorid ist im Einzelfall abhängig vom Körpergewicht, Alter und Geschlecht und auch vom Vorhandensein im Trinkwasser.

Eine erhöhte Fluoridzufuhr ist nötig bei:

  • schwangeren und stillenden Frauen
  • Säuglingen und Kindern (Zahnbildung, Wachstum)
  • Personen mit erhöhtem Kariesrisiko

Bei Fluoriden ist die Spannbreite zwischen einer Unterversorgung und der zu hohen Zufuhr relativ eng. Wer sich an die empfohlenen Dosierungen hält, geht kein Risiko von gesundheitlichen Schäden ein.

Kinder sollten zur Vorbeugung gegen Karies die mit geringeren Fluoridmengen angereicherten Kinder-Zahnpasten benutzen. Fluorid-Zahnpasten für Erwachsene sind höher dosiert und daher für Kinder ungeeignet. Eltern sollten ihre Kinder dazu anhalten, fluoridierte Zahnpasten einige Zeit im Mund zu behalten, damit das Fluorid vom Zahnschmelz aufgenommen werden kann. Die Zahnpasta sollte aber nicht herunter geschluckt werden. Weißliche Zahnschmelzflecken (Zahnfluorose), die bei Kindern bis zu einem Alter von 8 Jahren gelegentlich auftreten, gelten als nicht gesundheitsschädliche Anzeichen einer Überdosierung.

Grundsätzlich sollte jeweils nur eine Form der Ergänzung angewendet werden. Die Fluoridzufuhr aus Tabletten kann dabei genauer bestimmt und dosiert werden. Sie wird vor allem schwangeren und stillenden Frauen oder für Kinder empfohlen.

Fluoride haben erheblich dazu beigetragen, dass Karies bei Kindern in den letzten Jahren stark rückläufig ist. Sie wirken vorbeugend, können aber nicht zur Therapie gegen Kariesschäden eingesetzt werden. Sie bieten auch keinen Schutz vor Zahnfleischerkrankungen und ersetzen auf keinen Fall die tägliche Zahnpflege.


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